Windows-11-Dateiverwaltung / Dateien ablegen und wiederfinden
Der voliegende Text aktualisiert den entsprechenden Text
Prolog 1990 war das Windows-Handbuch über 300 Seiten stark, 1993 nur noch halb so dick, 2012 wurden nur noch mickrige 150 Worte auf einem Zettel mitgeliefert. Da mittlerweile jede Handbuch-Herstellung länger dauert, als manche Windows-Weiterentwicklung, gibt es von MS keine Windows-Handbücher mehr zum Nachlesen der Grundlagen. Es gibt nur sehr viele Einzelartikel im Netz. Auch auf dem freien Markt gehandelte Handbücher bilden immer nur einen Moment ab. Z.B. bezüglich W11 sind sie schneller veraltet, als neue W11-Unterversionen im Halbjahresrhythmus veröffentlicht werden. Das gleiche gilt für den vorliegenden Text. Der (Datei-)Explorer, früher Windows-Explorer genannt (im Unterschied zum ehemaligen Internet-Explorer) und noch früher Datei-Manager genannt, ist das Standard-Bordmittel zum Erkunden des gesamten Systems und zum Verwalten der Ordner-Struktur/Ordner-Bäume (Verzeichnis-Struktur) und Dateien.
Der Explorer ist sogar das zentrale Windowsprogramm zu Darstellung aller "Oberflächen", also von Desktop, Startmenü und Taskleiste, der Anwendungsfenster usw. D.h. alle diese unterschiedlichen "Fenster" sind Ausdruck dieses einen Programms. Der Explorer fungiert also auch als Fenstermananger und ist ein wichtiger Bestandteil des Betriebssystems Windows. Daher erfolgt die Verwaltung von Dateien in diesen Programmen in gleichartiger Weise. Siehe auch Dieser Fenstermanager bildet quasi die Mensch-Maschine-Schnittstelle des Windows-Systems. Und er bildet den markanten Blickfang der Versionsentwicklung. Wie sich Windows von W7 bis zu W11 intern geändert/weiterentwickelt hat, bemerkt der Kunde fast nicht, aber wie die Bedienung laufend angepasst wird, merkt der Kunde manchmal schmerzhaft. In diesem Text werden die Grundzüge der Bedienung des Explorers dargestelt. Da der Explorer Laufwerke, Ordner und Dateien verwaltet, werden auch Grundlagen zur Ordnerstruktur abgehandelt. Und weil auf einem normal genutzen PC insgesamt erstaunlicherweise leicht 50.000 bis 100.000 Dateien zusammenkommen, die hoffentlich strukturiert in den Laufwerken, Ordnern und Unterordnern abgelegt sind, werden auch Tipps zum Ablegen und Wiederfinden von Dateien angegeben. Das EDV-Wissen der Windows-User ist sehr unterschiedlich, schließlich reicht die Anwenderschaft von Gelegenheits-Mäuseschubsern bis zu Powerusern/Nerds. Um den Text knapp halten zu können, sind zur Vertiefung des Hintergrundwissens viele Links auf Fachartikel im Netz eingestreut. ⋄ In W11 sind manche Einstellungen leider standardmäßig deaktiviert, obwohl sie das Bedienerleben vereinfachen könnten. Die im folgenden Text aufgeführten Tipps zu deren Reaktivierung sind dann jeweils blassblau unterlegt. So bedeutet die Schreibweise von z.B. Sortieren > Gruppieren nach > Änderungsdatum , dass Sie der Reihe nach Sortieren, dann Gruppieren nach und zuletzt Änderungsdatum aufrufen sollen. Basics
An jedem PC ist das
Am PC bearbeitet man mit verschiedenen Programmen unterschiedliche Daten. Programme und Daten sind jeweils in Dateien organisiert, Programmdateien und Datendateien. MS ist leider der Ansicht, dass Dateinamenerweiterungen die arme Kundschaft erschrecken und blendet im Explorer die meisten daher standarmäßig aus! Dort sind sie einblendbar über Anzeigen > Einblenden > Dateinamenerweiterungen in der Menüzeile. Alternativ können Sie im Dateiexplorer die alten Ordneroptionen aus W7-Zeiten aufrufen über ··· > Optionen | Ansicht und dort das Anklickfeld ☐ Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden inspizieren. Der Feldname verrät die MS-Logik: ausgeblendet wird ggf. das, von dem MS glaubt, dass es bekannt sei. Was der Kunde weiß und kennt, spielt offensichlich keine Rolle. Siehe auch w.u. "Explorer-Grundeinstellungen". Motivation
In der langen Entwicklungsgeschichte von Windows sind viele kreative Ideen umgesetzt worden, die teils alternative Konzepte verfolgten. Aber was die Anwender einmal zu schätzen wussten, durfte nicht leichtfertig von der nächsten Entwicklergeneration abgeschafft werden. Wenn doch, dann gab und gibt es Zoff mit den Kunden. Gut sichtbar ist das z.B. am Trio Startmenü - Taskleiste - Explorer und den Ordnerkonzepten Schnellzugriff - Favoriten - Bibliotheken oder auch an der Kontroverse Menüleiste - Menüband/Ribbon.
Wählen Sie in Einstellungen > Personalisierung > Modus auswählen | Dunkel und
Dass MS die Fenstertitelleistenfarbe bei einigen eigenen Programmen ignoriert, ist nicht anwenderfreundlich (z.B. beim Explorer)!
Das liegt aber nur daran, dass alle konkurrierenden Anzeigemöglchkeiten parallel freigeschaltet sind und nicht alternativ. Der Navigationsbereich kann bei entsprechender Konfiguration auch sehr übersichtlich gestaltet sein (s.l.).
Viel entscheidender ist aber, was ein (einziger) Ordner Bilder (oder Dokumente, Videos, Musik usw.) überhaupt soll; "Images" kann/darf man schließlich (fast) überall speichern, nicht nur im einen Ordner Bilder. Und auch der Begriff "Schnellzugriff" ist mehrdeutig: Schnellzugriff auf Programme und Daten oder Schnellzugriff auf Systemeinstellungen und Anpassungen. Die "Anzeigevielfalt" (l.a.) gibt es mindestens seit W7 und seit damals habe ich mich dieser Technik verweigert, u.a., weil mich drei "verschiedene" Desktops verschreckt hatten. Mir hatte lange Zeit die Arbeit mit Startmenü und Taskleiste vollkommen genügt, so dass mir eine Minimalkonfiguration (s.r.) vollauf ausreichte. Und für meine Dateiverwaltung verwende ich i.d.R. das Fremdprodukt SpeedCommander. Aber der Explorer ist ein sehr mächtiges Werkzeug, das ich mittlerweile für Sonderarbeiten vermehrt einsetzte. Explorer-Grundeinstellung Es gibt also viel zu erörtern und zu systematisieren. Doch vorab soll der Navigationsbereich im Explorer übersichtlich konfiguriert werden.
Dann wechseln sie zur Karteikarte Ansicht (s.r.u.). Dort sollte am Ende der Erweiterten Einstellungen im Navigationsbereich möglichst nur ☐ Diesen PC anzeigen angehakt sein.
☐ Bibliotheken anzeigen und ☐ Netzwerk anzeigen werden oft nicht benötigt. Im Gegensatz daz ist die Option ☐ Alle Ordner anzeigen für das eingangs gezeigte Chaos verantwortlich, sollte also inaktiviert bleiben.
Daher ist rechts eine Montage der kompletten Abteilung Erweiterte Einstellungen dargestellt. Manche Optionen haben es bisher auch in die W11-Einstellungen geschafft. Aber weil die "elegant" weiträumig und teils verstreut sind, eben nur einige. Mir ist die Wirkung etlicher Optionen nicht bekannt, daher an dieser Stelle keine ausführliche Erörterung. Aber das Netz kann helfen:
Datenträger Am PC bearbeitet man mit Programmen unterschiedliche Daten. Beide sind in Dateien organisiert, also in Programmdateien und in Datendateien. Das Betriebssystem organisiert das Zusammenspiel von Progammen und Daten, Speicher, Bildschirm und Drucker usw. Im PC gibt es Arbeitsspeicher und Datenträgerspeicher. Programme und Daten werden vom Datenträger in den Arbeitsspeicher geladen, "gelesen". Dort bearbeiten die Programme die Daten. Die fertigen Daten werden als Dateien auf einem Datenträger gesichert/gespeichert, auf den Datenträger "geschrieben". Bei Stromausfall sind die Daten im Arbeitsspeicher futsch, die auf den Datenträgeren aber nicht. Also sollten Sie laufend speichern, also auf den Datenträger zurückschreiben. Datenträger sind Festplattenlaufwerke (HDDs), Halbleiterlaufwerke (SSDs), USB-Sticks, SD-Karten, (CDs, DVDs, BDs,) usw. Diese Datenträger sind jeweils gegliedert in (mehrere) Laufwerke/Partitionen; in denen können (mehrere) Ordner/Verzeichnisse angelegt sein und darin können (mehrere) Unterordner angelegt werden, usw. Die Dateien werden in solche Ordner geschrieben und daraus gelesen. Ordner
Laufwerke und Ordner werden mit Namen gekennzeichnet. Unter Windows werden Laufwerke meist zusätzlich/alternativ mit einzelnen Laufwerksbuchstaben benannt, während Ordner (fast) beliebige Namen erhalten können. Laufwerksbuchstaben erhalten immer einen nachfolgenden Doppelpunkt angehängt. Dateien Dateien können z.B. Dokumente, Briefe, EMails oder Bilder sein. Und sie können intern gegliedert sein in Listen, Tabellen oder ganze Datenbanken. Mediadateien können u.a. Bilder, Audios und Videos sein.
Um Dateien aufrufen zu können, müssen diese auch namentlich gekennzeichnet sein. Und um die Dateiarten/-typen unterscheiden zu können, wird der Dateityp durch eine
Um eine Datei im Speichersystem des PCs aufrufen/laden/lesen/schreiben zu können, muss ihr Datei-Pfad angegeben werden, wobei der Pfad immer mit einem Laufwerksbuchstaben beginnt, gefolgt von der hierachischen Ordnerliste (Verschachtelungsreihenfolge).
So ist das Bild DSC_0050.JPG auf Laufwerk C: im Benutzer-Bereich in der 5. Ordnerebene abgelegt:
Aber z.B. Bilder-Kopien aus OneDrive sind im Benutzer-Bereich in der 13. Ordnerebene abgelegt:
Im Explorer wird jeder Ordnerpfad in der Adresszeile aber (zunächst) in der Brotkrumen-Darstellung notiert: Dateinamen
Novizen sollten Dateinamen möglichst nur aus Buchstaben und Ziffern bilden, Leerzeichen und (weitere) Punkte sind zwar auch zulässig, aber missverständlich und manche Sonderzeichen haben auch Sonderbedeutung. Zur Wortgliederung von Dateinamen können auch der Bindesreich (oder das Underline-Zeichen) verwendet werden. MS unterschlägt in der Explorer-Anzeige standardmäßig die oben beschriebenen Dateinamenerweiterungen, weil die ach so "verwirrend" sind. Wenn Sie dann z.B. Briefe mit Word schreiben, können die im alten Format .doc oder im neuen Format .docx gespeichert sein. Sichtbar sind sie dann nur ohne Dateinamenendung. Also werden die beiden Dateien liebesbrief.doc und liebesbrief.docx einfach zu den beiden "gleichnamigen" Dateien liebesbrief, auch wenn sie unterschiedlichen Inhalt haben (!!!) und nur das kleine Icon vor dem Namen (in der Exploreranzeige) lässt den Unterschied erahnen. Falls Sie aber Liebesbriefe in Serie produzieren und dafür eine Dokumentvorlage (Document Template) verwenden, erhält diese die nun ebenfalls unsichtbare Endung .dot, wird also ebenfalls einfach zu liebesbrief.dot und das Chaos mit drei "gleichnamigen" Dateien ist perfekt. Haken Sie also im Explorer in der Menüzeile Anzeigen > Einblenden > Dateinamenerweiterung unbedingt an!!! Auf einem normal genutzen PC kommen insgesamt erstaunlicherweise leicht 50.000 bis 100.000 Dateien zusammen, die hoffentlich strukturiert abgelegt sind. Erkennen kann man die Anzahl jeweils an den stolzen Meldungen des (hoffentlich laufend aktivierten und aktualisierten) Virenscanners. Diese Zigtausende von Dateien verteilen sich schlicht auf die vom PC aus erreichbaren Laufwerke (interne, externe und Netz-Laufwerke). Und jeder Windows-PC hat mindestens ein Laufwerk, nämlich die Systemplatte C:. Systemordner Das Folgende wäre so einfach, wenn die Anwender nicht so viele Dateien sammeln würden und wenn MS nicht versuchen würde, die Anwender bei deren Ordnungsliebe zu "unterstützen". Jeder Windows-PC besitzt (mindestens) ein Startlaufwerk (genauer Startpartition), das immer als Laufwerk C: benannt ist. Zusätzlich gibt es immer die EFI-SystemPartition, die hier nicht behandelt wird. Aber Achtung: im Englichen werden die Begriffe Start und System vertauscht eingesetzt.
Das Startlaufwerk C: beinhaltet zunächst nur lauter Systemordner (Ordnerstruktur s.l.). Dort gibt es neben den zugänglichen Ordnern
Die grün markierten Ordner sind die Standardinstallationsordner für Programme (und deren Daten), gegliedert nach 32-Bit-, 64-Bit- und ARM-Programmen.
In Benutzer (gelb markiert) ist u.a. für jeden User des PCs ein eigener Unterordner angelegt mit jeweils 13 vorkonfektionierten Unterordnern für bestimmte Dateitypen (s.r.; W11 und W10). Vorkonfektioniert bedeutet dabei, dass u.a. die Tabellenüberschriften der Dateilisten an den Inhalt angepasst sind. Ordnertypen
Mögliche Ordnertypen sind Allgemeine Elemente, Dokumente, Bilder, Musik und Videos. Über die Eigenschaften eines Ordners (Rechtsklick -> Eigenschaften) kann dessen Ordnertyp festgelegt/geändert werden (s.r.a.; grün markiert). Im Bsp. wurde der Ordner Bilder untersucht, der in C:\Users\dietr liegt, wie der Karteikarte Allgemein zu entnehmen ist. Auf der Karteikarte Pfad ist genauer ablesbar: C:\Users\dietr\Pictures. Beides zeigt, dass im System mit englischen Begriffen gearbeitet wird und nur der Explorer (nicht aber andere Dienste) auf die jeweilige Landessprache übersetzt.
Das liegt vermutlich daran, dass dessen Ordnereigenschaften von unterschiedlichen Stellen aus aufgerufen worden waren. Das wäre eigentlich uninteressant, wenn nicht dadurch im einen Fall das Ordnersymbol frei wählbar wäre, im anderen Fall aber nicht. Ordnerbaum MS hatte früher die Vorstellung des physikalischen Desktops (Schreibtischplatte), auf dem alle Daten als Arbeitsblätter in verschiedenen Stapeln aufgehäuft sind. Daher heißt diese oberste Ebene des von MS kreierten Ordnerschemas auch Desktop, auf dem alle Daten/Dateien versammelt sind, oder weil wir von oben nach unten lesen, unter dem alle Laufwerke, Ordner und Dateien versammelt sind.
Das ist für altgediente PC-Freaks äußerst gewöhnungsbedürftig, denn unterhalb dieses (logischen) Desktops hat MS den Einstiegspunkt "Dieser PC" verortet, aber im PC sind nun mal physikalisch als oberste Ebene die Laufwerke angesiedelt und sonst nichts. Außerdem gibt es ja einen realen Desktop, nämlich den auf dem Bildschirm (als Hintergrundfenster) und auf diesem Desktop sind mitnichten alle Daten abgelegt, obwohl durchaus einzelne Programme/Dateien/Ordner dort abgelegt werden können (Zettelkasten). In diesem Sinne ist dieser Desktop nichts anderes, als unter vielen anderen der spezielle Ordner C:\Users\nnn\Desktop\, also auf dem Laufwerk C:, der eben in einem besonderen Fenster (dem vollformatigen und randlosen Desktop-Fenster) dargestellt wird. Das wiederum bedeutet, dass die Benutzerordner Dokumente, Bilder, usw. irgendwo im Ordnerbaum eingebunden sein müssen und daher eigentlich keinen schnellen Zugriff bieten. Dokumente z.B. ist u.U. der Ordner C:\Users\nnn\Documents\ und Bilder liegen u.U. in C:\Users\Public\Pictures\.
Wenn wir im Folgenden von Desktop reden, ist immer der reale auf dem Bildschirm angezeigte gemeint. Der andere ("logische") kann freundlicherweise ausgeblendet werden, damit es keine Namensverwirrung gibt ( Da an einem PC unter Windows mehrere Benutzer/User einen "Account" haben können, also ein eigenes Benutzerkonto, unter dem sie sich anmelden können, hat auch jeder seinen eigenen Satz von Anwender-Systemordnern. Der Satz (= Benutzerprofil) des Anwenders nnn liegt in C:\Users\nnn\… Kein User kann das Benutzerprofil der anderen einsehen. Zusätzlich gibt es daher einen derartigen Satz, den alle User einsehen können; der liegt in C:\Users\Public\… Offensichlich hat nach dem oben gesagten jeder User auch seinen eigenen Desktop. Das aber hat zur Folge, dass, wenn User A ein Programm installiert und sich dann an diesem PC User B anmeldet, letzterer den zugehörigen Programmaufruf u.U. nicht zu sehen bekommt, weil der ja auf dem Desktop von User A abgelegt ist. Viele Programme bieten daher während der Installation die Wahl an "… für alle / nur für mich". Obwohl alle Systemordner feststehende englische Namen haben, übersetzt diese der Explorer in der Anzeige in die jeweilige Landessprache, also bei uns ins Deutsche. Da in vielen Programmen Dateien ausgewählt werden können, kann es sein, dass einige dieser Programme nicht die Subroutinen von Windows nehmen und daher nicht ins Deutsche übersetzen! In den folgenden Bildern wird immer die Einstellung zugrunde gelegt, die in 1. Einführung > Explorer-Grundeinstellung beschrieben ist, also die in ··· > Optionen | Ansicht | Erweiterte Einstellungen | Navigationsbereich deaktivierte Einstellung ☐ Alle Ordner anzeigen. • Aufruf/Start
Im Folgenden meint win die Windowstaste auf der Tastatur. Dann bedeutet win + e die Windowstaste gedrückt zu halten und dabei zusätzlich die Taste E kurz anzuschlagen. Dadurch wird der Explorer auf die einfachste und schnellste Art geöffnet. Fast genau so schnell ist win + x , x . Das bedeutet, die Windowstaste gedrückt zu halten und dabei die Taste X kurz anzuschlagen, beide Tasten los zu lassen , anschließend die Taste X anzuschlagen. Damit wird das Schnellstartmenü geöffnet und darin der Explorer gestartet.
Aber natürlich kann der Explorer auch über die Taskleiste gestartet werden, wenn er dort abgelegt ist. Und natürlich kann er auch über das Startmenü gestartet werden, dort ggf. sogar auf dreierlei Arten (s.l.; gelb markiert): sicher immer über die Liste aller Apps, nur falls angeheftet auch über die Apptabelle und ggf. auch unten über die Ordnersymbole neben dem Netzschaltersymbol. In der Liste aller Apps oder über die Apptabelle kann der Explorer über sein Kontextmenü (Rechtsklick) an den Start und an die Taskleiste geheftet oder davon gelöst werden (s.r.). Und durch Rechtsklick in einen freien Bereich werden die Starteinstellungen (= Personalisierung > Start) aufgerufen (s.r.o.). Dort kann die Abteilung Andere > Ordner geöffnet werden, in der die Apps ausgewählt werden können, die unten neben dem Netzschaltersymbol eingeblendet werden sollen.
Über Einstellungen > Personalisierung > Designs ist in der Abteilung Verwandte Einstellungen > Desktopsymboleinstellungen der entsprechende Dienst aufrufbar (s.r.). Besonders interessant ist dabei der Aufruf der Systemsteuerung (aus W7-Zeiten), weil dort Einstellungsaufrufe kompakt gesammelt sind, die in W11 verstreut sind oder dort noch fehlen.
Eine Spielerei für Poweruser/Nerds sind "GodMode" und "AlleProgramme", die eher einen Windows-Hack darstellen. Details zu GodMode siehe • Aufbau/Fenstereinteilung Das Explorerfenster ist in drei Bereiche gegliedert (s.u.): oben "Befehlsbereich", links darunter Navigationbsberech, rechts darunter Inhaltsbereich (Abgrenzung rot markiert). Ganz unten ist eine Art Statuszeile vorhanden.
Der Befehlsbereich bestehen aus Registerzeile, Adresszeile und Befehlszeile (Hauptmenüzeile):
Im Navigationsbereich werden Ordner (und Links auf Ordner) angezeigt. Dort können Sie sich durch den Ordnerbaum durchklicken. Der Inhalt eines dort aktivierten Ordners/Links wird dann im Inhaltsbereich angezeigt. Der Inhaltsbereich ist ggf. zweigeteilt, links die Ordner und Dateien des aktuellen Speicherorts, recht ggf. der zugehörige Detailbereich oder alternativ dazu das zugehörige Vorschaufenster.
Die Statuszeile ist selbsterklärend bis auf die beiden Symbole • Ansichten/Bedienung/Tabs Im Navigationsbereich wird ein Speicherort ausgewählt, also ein realer Ordner oder ein Link auf einen realen Ordner (aber nie eine Datei). Im Inhaltsbereich wird dadurch dieser Ordner geöffnet dargestellt, also ggf. mit allen Dateien und Unterordnern der aktuellen Ebene. Im Bsp. (s.o.) ist gerade der Bilderordner doku ausgewählt; das Bild bl2.gif ist aktiviert und wird daher im Vorschaufenster angezeigt (gelb markiert). Die Grenze zwischen den beiden Fenstern kann verschoben werden (hellblau markiert).
In beiden Bereichen können weitere Unterordner jeweils mittels Doppelklick geöffnet werden. So kann der Ordnerbaum durchwandert werden, im Inhaltsbereich unterstützt durch
∘ Sortieren und Anzeigen der Darstellung:
∘ Schnellwechsel der Ansicht:
noch nicht aktualisiert!
Durch die Verknüpfungslisten sind die Objekte aber nun u.U. mehrfach dargestellt, als Link und als reales Objekt. Daran gewöhnt man sich aber. Im Bild ist z.B. zweimal derselbe Benutzerordner Dokumente zu sehen (s.r.). Es gibt also mehrere Wege, um zu einem bestimmten Dokument zu gelangen. Wenn allerdings dreimal Desktop auftaucht in zweierlei Bedeutung, wird es zu viel des Guten. Das hat auch MS erkannt und diese Option abschaltbar gemacht. Im Bild (s.r.) ist diese Option Alle Ordner anzeigen in Ansicht > Navigationsbereich dummerweise noch eingestellt, daher gibt es den Desktop 1 und den Desktop 2 mit unterschiedlichem Inhalt.
Und natürlich ist der Ordner tatsächlich (irgendwo) im Laufwerk C: untergebracht (gelb markiert). Rechts ist daher das geöffnete Laufwerk C: ins Bild montiert (gelb umrahmt). Und nun ist zu erkennen, wo der Ordner Dokumente tatsächlich liegt, der Pfad lautet C:\Users\nnn\Documents\, eingedeutscht zu C:\Benutzer\nnn\Dokumente\. Rechts ist im geöffneten Laufwerk C: auch der aus W7-Zeiten übernommene Ordner Favoriten zu sehen (in pink markiert). Dessen Funktionalität wird in W10 von Schnellzugriff übernommen. Im Bild ist im Navigationsbereich gerade der Verknüpfungsordner Bibliotheken aktiviert; darunter sind nur die vier Einträge Bilder, Dokumente, Musik und Videos aufgelistet, obwohl daneben in der Dateiliste die beiden weiteren Einträge Eigene Aufnahmen und Gespeicherte Bilder zu finden sind. Das liegt daran, dass über die jeweiligen Kontextmenüs gesteuert werden kann, was wo aufgelistet werden soll. Rot umrahmt ist das Kontextmenü der Bibliothek Dokumente und grün das der Bibliothek Videos.
Im Bild (s.r.) ist der Brotkrumen-Pfad schön zu erkennen. In Dokumente wurde zusätzlich der Ordner speedcommander geöffnet. Wenn man zwischen die Brotkrumen auf eines der Zeichen > klickt, klappt der Ordnerinhalt des links von > stehenden Ordners nach unten auf. Im Bild ist das für alle sechs dortigen Ordner/Brotkrumen zusammenmontiert. Schnellzugriff
- Ordner anheften: Rechtsklick auf einen beliebigen Ordner -> An Schnellzugriff anheften. Favoriten
- Favoriten anheften: Rechtsklick auf eine beliebige Datei -> Zu Favoriten hinzufügen Bibliotheken
Jede Bibliothek führt ggf. mehrere Ordner (samt ihrer Unterordner) von unterschiedlichen Speicherorten zentral zusammen. Im Gegensatz dazu repräsentiert im Schnellzugriffsbereich jeder Eintrag einen einzelnen Ordner (samt seiner Unterordner) und in der Favoritenliste jeder Eintrag eine einzelne Datei. Sprunglisten
Sprunglisten werden in Kontextmenüs der Programm-Icons in der Taskleiste und im Startmenü angezeigt, wenn dieser Dienst freigeschaltet ist. Die Sprungliten bieten schnellen Zugriff auf zuletzt geöffnete oder häufig verwendete Dateien, Ordner und Programmfunktionen. noch nicht aktualisiert! Der (Datei-)Explorer, früher Windows-Explorer genannt (im Unterschied zum Internet-Explorer) und noch früher Datei-Manager genannt, ist das Standard-Bordmittel zum Erkunden des gesamten Systems und zum Verwalten der Ordner-Struktur/Ordner-Bäume (Verzeichnis-Struktur) und Dateien. Der Explorer ist sogar das zentrale Windowsprogramm zu Darstellung aller "Oberflächen", also von Desktop, Startmenü und Taskleiste, der Anwendungsfesnter usw.; d.h. alle diese unterschiedlichen "Fenster" sind Ausdruck dieses einen Programms. Der Explorer fungiert also auch als Fenstermananger. Das Explorer-Fenster ist gegliedert in unterschiedliche Karteikarten, im Bild angezeigt ist Start (s.o.). Auf jeder Karteikarte ist oben das dynamische Menüband (R; Ribbon/Multifunktionsleiste). Darunter verläuft die Adressleiste (A). Das Hauptfeld ist gegliedert links in Navigationsbereich/Baumansicht (N/B), mittig in Dateiliste/Listenansicht (D/L) und rechts in Vorschau/Detailbereich (V/D). Wenn Sie dad Bild anklicken, wird die unbeschriftete Version eingeblendet. Außer der Adressleiste und der Dateiliste/Listenansicht lassen sich alle Teilfenster anzeigen oder verbergen. Und je nach aktiver Karteikarte zeigt das Menüband unterschiedliche Dienste/Einstellungen. Und je nach angezeigtem Dateityp werden unterschiedliche Karteikarten angeboten.
Im Navigationsbereich sind die Anwender-Systemordner aufgeführt (SO), darunter kommen die PC-Laufwerke (LW). Weiter unten werden die Netzwerk-Laufwerke eingeblendet. Hier können immer nur Ordner aufgerufen werden. In der Dateiliste (D/L) werden alle Elemente des links gewählten Ordners aufgelistet, im Bsp. also die von Dieser PC. Recht unten kann die Darstellung schnell gewechselt werden, über das Menüband Ansicht sind weitere Darstellungsarten wählbar.
Die pink markierten Optionen (s.r.o.) werden in 9. Datenschutz abgehandelt. Unter W7 hieß Dieser PC noch Arbeitsplatz. Damals gab es die Verknüpfungslisten Biblitheken, die unter W10 aus Kompatibilitätsgründen noch bedienbar sind, aber eigentlich durch die Verknüpfungslisten Schnellzugriff abgelöst wurden. Daher kann man unter W10 zwischen der Darstellung Dieser PC und der Darstellung Schnellzugriff wählen. Das sind aber nur Einstiegspunkte zu den vier Gruppen Schnellzugriff, Onedrive, Dieser PC und Netzwerk im Navigationsbereich (s.r.). D.h. es werden immer alle vier Bereiche angezeigt, aufgeklappt oder nicht, aber immer durch rauf- und runtrscrollen erreichbar.
Das Desktopsymbol Dieser PC = Computer öffnet den Explorer am entsprechenden Einstiegspunkt, wie bereits beschrieben. Und hier ist nun auch Netzwerk als Einstiegspunkt verwendbar und sogar der persönliche Ordner des angemeldeten Benutzers. Dort können auch der Papierkorb und die aus W7-Zeiten bekannte Systemsteuerung auf den Desktop gezaubert werden (s.r.). Das W10-Pendant zur (im linken Bild rot umrahmten) Systemsteuerung ist das Menü Einstellungen (siehe auch 5. Einstellungsmenüs in Windows 10 und Windows 7). Weiterführende Details siehe Bedienung von Windows 8.1.1 > 12. Datei-Explorer. Dass hier der Explorer von W8.1 beschrieben wird, spielt keine Rolle, da die wesentliche Info sich zwischenzeitlich nicht geändert hat. Hier werden u.a. Adress-Pfade, -Wege und zugehörige "Brotkrumen" beschrieben. Dietrich Tilp | 19.02.26 |